Ein Lesesalon
Wie viel behalten und verändern?
Was sehen wir denn da?
Ein leises Klicken, dann beginnt ein vertrautes, helles Geklimper. Am Anfang steht eine sich drehende Spieluhr. Sie klingt schön, sie lockt mit einer melancholischen Süße und lädt mit jeder Umdrehung dazu ein, dem Unbekannten zu folgen und Neues zu entdecken. Mit der Bewegung der Mechanik erwacht auch ein feines Lichterspiel: Im fahlen Schein tauchen plötzlich Figuren auf, glänzen für einen flüchtigen Moment im Fokus, während anderes im tiefen Schatten verschwindet. Wer dieser Melodie und dem flackernden Licht folgt, blickt bald verwundert auf das Räderwerk darunter. Was hat ein jiddisches Lausbuben-Duo aus dem Jahr 1920 mit einem avantgardistischen Audio-Kollektiv in Leipzig zu tun? Wie schlägt man die Brücke von einer 102-jährigen Sängerin in Rio de Janeiro zu den Tabubrüchen auf den Theaterbühnen von Tel Aviv? Zuerst herrscht pures Staunen. Es wirkt wie das Notizbuch eines exzentrischen Sammlers, eine Ansammlung skurriler, unzusammenhängender Fragmente. Doch je länger man der Spieluhr lauscht und das Wechselspiel von Helligkeit und Dunkelheit beobachtet, desto mehr weicht die Verwunderung einer tiefen Erkenntnis: Wir blicken hier in ein faszinierendes Panoptikum. Es fügt sich zu einem spannenden Mosaik zusammen, das sich in Wahrheit wie ein intensiver Tangotanz bewegt – ein rhythmisches, hochkonzentriertes Austasten von Nähe und Distanz, von Führen und Gefolgt-Werden im Halbdunkel einer unruhigen Welt. Es ist ein Tanz, dessen Rhythmus uns unweigerlich erfasst und den Raum öffnet, selbst einen Schritt auf die Fläche zu wagen. In einer Ecke dieses Panoptikums dreht sich das Getriebe wild und ungebremst im hellen Rampenlicht. Es ist laut, grell und voller Bewegung; die Figuren tanzen einen atemlosen, fast fiebrigen Tango. Hier stehen jene, die die Welt über die sensorische Überwältigung bezwingen wollen. Sie suchen die Wahrheit im Chaos und scheuen das grellste Licht nicht. Antonin Artaud treibt diese Suche bis an den Rand des Erträglichen. Sein Theater der Grausamkeit ist frei von jeder sanften Natürlichkeit; es ist ein vom Nervlichen dominiertes, bizarres Konstrukt. Es ist eine Geisteshaltung, die viele abschreckt, die aber in Mexiko und Europa als anthropologisches Schaudern fasziniert. Artaud suchte radikal nach dem Urzustand des Menschen – und trieb das Nervenkostüm seines Publikums in die Enge, indem er die Schattenseiten der Seele schutzlos ausleuchtete. Dieses nervliche Gewusel, diese produktive Überreizung, bildet das Fundament des modernen israelischen Theaters. Es ist ein Kammerspiel der Unrast: wenige Charaktere, banale Alltagsszenen und eine unbändige, überdrehte Hektik. Roey Maliach Reshef nutzt diese Ästhetik für seine rasanten, überzogenen Handlungen auf der Bühne, in denen Drama und Komödie ineinanderstürzen. Ein perfektes Beispiel dafür blüht in seinem Festival Chadasch me-ha-Nylon, wo Stücke wie Bar Kulenburners Hotel California den nackten, turbulenten Kampf um die Liebe auf die Bretter bringen. Da wird nicht dezent umworben, da wird gerungen, gehofft und in einem rasanten, theatralen Tangoschritt um Zuneigung gefeilt. Es ist dieselbe seismografische Unruhe, die auch Hanoch Levin in seinen vier meistgespielten Meisterwerken – Schitz, Krum, Die Dirne aus Ohio und Das träumende Kind – antrieb. Seine Inszenierungen muten dem Publikum das „Ekelige“, das Kreatürliche und Tabulose zu. Es ist eine schonungslose Suche nach dem nackten Überleben im Chaos einer permanent unter Hochspannung stehenden Gesellschaft. Selbst wenn Ilan Ronen sich an schwere deutsche Weltliteratur wie Hans Falladas Jeder stirbt für sich allein (Alone in Berlin) herantraut, tut er dies mit diesem unverkennbaren, zeitgenössischen „Pep“. Er holt die Figuren aus dem historischen Schatten, übersetzt das tragische Schicksal der „kleinen Leute“ im Nationalsozialismus in eine lebendige, fast überzogene Bühnensprache und zwingt das Publikum durch diesen energetischen Impuls, ganz genau hinzusehen. Hier nun hält die Bewegung inne. Ein kurzes Intermezzo bricht den wilden Takt, ein plötzlicher Rhythmuswechsel im Tanz, der die erhitzten Sinne abkühlt. Die Spieluhr verlangsamt ihren Lauf für wenige Schläge, die Scheinwerfer blenden ab und überlassen dem sanften, schwindenden Abendlicht die Bühne. Im Tango ist dies der Moment des Einfrierens – und in diesem stillen Zwischenspiel rückt der tiefste Schatten des Panoptikums direkt ins Licht. Es ist das leise, aber unendlich kraftvolle soziale Engagement an Orten wie dem Habima-Theater. Hier wird die hektische Bewegung angehalten für jene Sucher, die man in der lauten Welt draußen so oft übersieht und vergisst. Das Theater öffnet seine Pforten in diesem Intermezzo für Menschen mit Down-Syndrom und jene auf dem Autismus-Spektrum. Sie betreten die Bühne nicht, um eine Rolle starr abzuarbeiten oder vorgefertigte Muster zu bedienen. Sie bitten den Raum zu einem ganz eigenen, ehrlichen Tanz. Mit ihrer entwaffnenden Natürlichkeit, die sich jeder künstlichen Überreizung verweigert, testen sie spielerisch aus, was es bedeutet, einfach da zu sein. Sie bringen eine unschuldige Freude und eine intuitive Klarheit in das Getriebe ein, von der die etablierten Künstler nur lernen können. Aus der lauten Bühne wird so ein verlässlicher Begegnungsort, der das Chaos für einen Moment vollkommen ordnet. Dieses Intermezzo zwingt das Auge des Betrachters, vom großen, wirbelnden Gewusel wegzusehen und zu erkennen, dass die größte Kunst darin liegt, den Raum so weit zu dehnen, bis auch die verletzlichste Natur einen Platz findet, um ihre eigenen Spuren zu hinterlassen. Es zeigt sich, dass das gemeinsame Miteinander keine abstrakte Formel ist, sondern eine fortlaufende Praxis des Raumes, die durch die bloße Gegenwart derer bereichert wird, die sonst im Dunkeln stünden. Das Werk der Spieluhr läuft jetzt ganz langsam, Zahnrad für Zahnrad, während das Licht eine ungeahnte Wärme ausstrahlt. In dieser neugewonnenen Ruhe treffen wir auf die Libanesen, die sich als die wahre Freude auf dieser großen Suche offenbaren. Sie bereichern dieses Panoptikum mit einer tiefen, ansteckenden Lebendigkeit und führen den Tanz mit einer eleganten, federnden Leichtigkeit weiter; sie sind es, von denen gelernt werden kann, wie man das Suchen als Akt des Feierns begreift. Da ist Hady Zaccak, der mit einer wundervollen Einfühlsamkeit seinen filmischen Fokus entwickelt. Seine Methode ist originell und leise, aber getragen von einer tiefen, inneren Heiterkeit: Er skizziert den Alltag an den Lebens- und Schaffensorten und gewährt mit einprägsamen Aufnahmen tiefe Einblicke. Er versteht es meisterhaft, mit der Kamera das zu beleuchten, was im Begriff ist, im Schatten des Vergessens zu verschwinden, und schenkt ihm eine Bühne voll funkelnder Würde. Im Interview wirkt er ganz anders – abgeklärt, fast distanziert. Doch in seiner Arbeit wird er sanft und zugewandt. Zaccak fängt das Leben von Henriette ein. Mit ihren 102 Jahren steht sie im Zentrum und hat etwas mit Gesang in Rio de Janeiro zu tun. Henriette ist das perfekte Beispiel für die Wandernden, die durch einen äußeren Impuls entwurzelt wurden. Durch die Emigration aus dem Libanon in die Fremde geworfen, ließ sie sich nicht brechen, sondern fand im Gesang am anderen Ende der Welt die pure Freude am Dasein. Ihre Stimme ist die zarte Spur, die hell aufleuchtet, ein mitreißendes Zeugnis menschlicher Resilienz, während die Erinnerungen um sie herum langsam verblassen. In dieser Ecke, die von jener libanesischen Entdeckerfreude erhellt wird, finden wir auch Jalal Khoury. Er war ein entspannter, ruhiger Lehrer, der seine Notizen auf Französisch über Bertolt Brechts Episches Theater in Berlin verfasste. Es ist ein beinahe magischer Moment des Geistes: Das Französische wird hier zum unerwarteten, eleganten Türöffner für ein geteiltes Berlin, zu einem intellektuellen Paartanz über kulturelle Grenzen hinweg. Doch hinter diesem Zauber liegt die unbarmherzige Kehrseite der Medaille. Erst mussten die Menschen im Levante gezwungenermaßen die französischen Schulen des Mandatsherrschers besuchen; ein System, das ursprünglich auf Anpassung ausgelegt war. Doch in der heutigen Zeit nützt den Nachgeborenen dieses mühsam erworbene Können, um sich ihre ganz eigene, freie Meinung zu bilden und Europa neu zu entdecken. Es ist am Ende ein fester Teil der eigenen Biografie, der einem heute so unschätzbar nützt, um die Führung im globalen Dialog zu übernehmen. Aus arabischen Augen betrachtet, wird diese Aneignung zu einer organischen, historischen Entwicklung, keineswegs zu einer späten Strafe oder Revanche. Es ist eine emanzipatorische Selbstermächtigung, bei der das Werkzeug der Vergangenheit seine unterdrückende Schwere verliert. Über diesen vertrauten Klang der eigenen Lebensgeschichte erobern sich libanesische Denker die spröde, revolutionäre Wucht des deutschen Theaters und spiegeln dem westlichen Kontinent seine eigenen Ideen auf absoluter Augenhöhe wider. Von Jalal Khoury lernen wir diese unschätzbare Gelassenheit: die Welt im Spiel neu zu vermessen und die schmerzhaften Brüche der Vergangenheit in ein Fest des gemeinsamen, reifen Verstehens zu verwandeln. Im transnationalen Vergleich dazu wirkt Christopher Grimm in Leipzig, der das artaudsche „Schaudern“ etymologisch auf Deutsch und Französisch zu erklären versucht, wie ein spröder, akademischer Gegenpol. Sein Versuch seziert zwar das Detail und beleuchtet das Phänomen begrifflich, macht den Stoff dadurch aber nicht unbedingt zugänglicher – und doch zwingt er den Verstand zum Innehalten, genau wie das Verharren einer Note im Schatten der Spieluhr, bevor das libanesische Licht sie wieder erwärmt. Wenn man im Panoptikum nach dem Moment sucht, in dem aus bloßer Suche echter Mut wird, stößt man unweigerlich auf Yoysele und Ruth. Doch es ist kein Mut, der destruktiv mit der Brechstange agiert. Sie brechen nichts – sie spielen im hellen Schein des Ausprobierens. Sie bitten die Tradition zum Tanz. Sie testen aus, wie elastisch die Wirklichkeit, die Sprache und die Räume sind, die man ihnen gegeben hat, und wie sich die Konturen verschieben, wenn man das Licht anders einfallen lässt. Yoysele, also Yoysef Tunkel, testet die Grenzen des Humors aus. Er zertrümmert Wilhelm Buschs Werk nicht; er nimmt es vielmehr als elastisches Spielmaterial. Er wollte sich den genialen Busch zugänglich machen, um sich aus zutiefst jüdischen Augen mit den anarchischen Lausbuben identifizieren zu können. Mit einer spitzbübischen Leichtigkeit nimmt er die Figuren von Max und Moritz und setzt sie in ein neues, jiddisches Gewand als Notl un Motl. Er probiert aus, ob der urdeutsche, oft sadistische Streiche-Humor auch im osteuropäisch-jüdischen Milieu funktioniert. Wenn er aus der Witwe Bolte die leidgeprüfte Chaye-Sore macht, lässt er eine Figur aufleuchten, die im Original nur eine Karikatur im Hintergrund war. Er lässt die Charaktere aus einer jüdischen Perspektive wirken und testet spielerisch aus, wie viel jüdischen Witz und wie viel Bittersüße ein fremder Text verträgt, bis er sich vertraut und heimisch anfühlt. Dieser weitgereiste, bittersüße Geist des jiddischen Suchens verharrt jedoch nicht in der Vergangenheit – er wandert weiter, dehnt seine Kreise aus und nimmt auf seinem Weg neue, reiche Stimmen in sich auf. Und hier bricht die ehrliche, raue Realität des Kunstbetriebs durch: Ruth Kanner sitzt nicht still in akademischen Hallen – sie tingelt. Sie zieht von Ort zu Ort, packt ihre Koffer aus und wieder ein, und genau in diesem unermüdlichen Unterwegssein schlägt die Bewegung der Spieluhr Wellen bis nach Asien, und genau hier entfaltet das Mosaik seine volle, bilinguale Kraft. Wenn sie am experimentellen Theater X (Cai) in Tokio unterrichtet, reist neben dem Erbe des jiddischen Witzes auch die komplexe, bilinguale Seele ihrer hebräisch-arabischen Theatertexte mit. Es ist eine faszinierende, völkerverbindende Drehung im transnationalen Tanz: Bis nach Tokio kommt das Arabische, eng verwoben mit dem Hebräischen, getragen von Ruths tingelnder, physischer Methode des gemeinsamen Sprechchors. Auf den japanischen Bühnen trifft dieser nahöstliche Dialog auf eine völlig fremde Ästhetik und wird dort zu einem neuen, kraftvollen Werkzeug des Austastens. Ruth Kanner beweist in Fernost, von Tokio aus, dass Sprachen keine Mauern sein müssen, um sich voneinander abzugrenzen, sondern veränderliche Spielfelder der Empathie. Sie fordert Mentalitäten heraus, indem sie zeigt, wie im spielerischen Zusammenklang dieser Sprachen Vorurteile schmelzen. Sie testet aus, wie viel universelle, menschliche Wahrheit diese vielstimmige Erzählung verträgt, bis sie über alle geografischen und politischen Grenzen hinweg im fernen Japan verstanden und gefeiert wird. Die Lichter der Spieluhr ziehen mit ihrer wechselnden Helligkeit auch jene an, die von sich aus nie den Mut gehabt hätten, den Raum zu wechseln oder aus dem Schatten zu treten. Das traditionsreiche Habima-Theater erzählt genau diese Geschichte von Zuflucht und Einladung. Auf seiner langen Wanderung von den Anfängen in Russland über die glanzvollen, hellen Stationen in Paris bis nach Tel Aviv wurde der Prachtbau selbst zu einer geselligen Begegnungsstätte für Menschen, die sich dem Leben widmen. Das dortige, wunderbare soziale Engagement für Menschen auf dem Autismus-Spektrum zeigt es deutlich: Hier wird ein geschützter Raum geschaffen für jene, die von der unbarmherzigen Überreizung und den harten, lauten Schritten der Außenwelt oft überwältigt werden. Das Theater drängt sie nicht ins grelle Scheinwerferlicht, es fordert sie nicht heraus – es lädt sie zum sanften, schützenden Spiel ein. Es gibt ihnen den Impuls, den sie brauchen, um aus dem Schatten zu treten, am Leben teilzuhaben und ihre eigenen, unverwechselbaren Spuren im gemeinsamen Raum zu hinterlassen. Am Ende fügen sich all diese Mosaiksteine im Schaffen der Familie Kanner-Ariel zusammen. Sie sind die Choreografen dieses gesamten Panoptikums, die Meister des Lichts und des Schattens. Sie verbinden die hebräische, jiddische und arabische Zunge und fordern Mentalitäten heraus, indem sie sich trauen, Kultur und Wissenschaft im Spiel zu vereinen. Sie tun dies, indem sie genau die beiden Wege des Zugangs – die gleißende Überreizung des stürmischen Tangos und das intime Detail im Halbschatten – perfekt ausbalancieren. Ruth Kanner bringt das Gewusel des Alltags über die radikale Methode des physischen Sprechens auf die Bühne, ob im heimischen Wohnzimmer, im Konflikt der Sprachen oder beim Tingeln im fernen Tokio. Ihre Tochter, Dr. Nana Ariel, ist ihr in der Lehre an der Universität Tel Aviv ganz ähnlich aufgestellt: Wo die Mutter das körperliche Erzählen trainiert, beleuchtet die Tochter die Redetechnik, die Rhetorik und die geschichtliche Kontextualisierung der Kulturen. Flankiert werden die beiden Frauen von den Männern der Familie, die im Hintergrund das Fundament gießen: Das psychologische Verständnis von Dr. Shlomo Ariel fängt die emotionalen Ausbrüche auf, während Avshalom Ariel das gesamte Panoptikum mit seinen avantgardistischen Klängen und Melodien untermalt. Er schreibt den Takt für diesen großen, weltumspannenden Tango und baut die akustische Spieluhr, deren Melodie uns überhaupt erst angelockt hat. Wenn sich das Räderwerk am Ende schließt und die Spieluhr weiter tönt, begreift das Auge, dass dieses Panoptikum kein statisches Museum ist. Jedes Zahnrad greift in das andere; Wissenschaft, Sprache und Kunst erweisen sich als lebendige, veränderliche Spielfelder, die erst durch das Mitwirken und das eigene Ausprobieren an Elastizität gewinnen. Die Bewegung dieses Mosaiks zeigt uns, dass Annäherung dort entsteht, wo wir die eigene Lebensgeschichte als Brücke begreifen und den Mut aufbringen, den Rhythmus des anderen zu lernen. Es braucht das genaue Zuhören im leisen Detail, das Verharren im Intermezzo und die Chuzpe, das Gewusel des Lebens anzunehmen, um dem gemeinsamen Raum eine tiefere Würde zu verleihen. Die Musik bricht nicht ab, sie zieht weiter und hinterlässt ein tiefes Verständnis dafür, dass das Ganze nur klingt, wenn wir aufeinander achten. Es liegt in unserer Hand, die Scheinwerfer neu auszurichten, den Schritten der Verständigung zu folgen und dafür zu sorgen, dass kein Mensch im Dunkeln zurückbleibt. Denn genau das ist die Magie dieser Bewegung: Es ist letztendlich der Schatten, der ins Licht rückt. Und während das leise Klicken der Spieluhr langsam verstummt, hallt ein tiefes, ungesprochenes Echo in uns nach: Ein Gefühl der Bewunderung für all jene unermüdlichen Sucher und Gestalter, die nicht im Stillen verharren. Menschen, die den Mut aufbringen, andere dort abzuholen, wo sie gerade stehen, sie mitzunehmen in das Gewusel der Welt, um gemeinsam Räume zu öffnen, etwas Unvergessliches zu erleben und die Existenz im Zusammenspiel erst ganz lebendig zu machen.